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Wetter: Warnung vor Orkanböen und Sturm – Hier droht Unwetter in Deutschland

Berlin. 
Heute wird Tief Ignatz die Küste erreichen. Es bringt ordentlich Wind mit. In höher gelegenen Gebieten kann es zu Orkanböen kommen.

  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor heftigem Sturm in Deutschland
  • “Ignatz” wird wohl auch für orkanartige Böen in Gebirgslagen sorgen
  • Am Mittwoch hatten schon Wanderer im Harz mit dem Sturmtief zu kämpfen
  • Wo Sie mit Sturm und Unwettern in Deutschland rechnen müssen, lesen Sie hier

Die Woche beginnt für Oktober-Verhältnisse eigentlich recht schön – doch in den nächsten Tagen werden weite Teile Deutschlands wohl von heftigem Wind und orkanartigen Böen betroffen sein. Tief “Ignatz” wird laut Deutschem Wetterdienst (DWD) für die erste Sturmlage in diesem Herbst sorgen.

Kurz bevor das Tief seine volle Wirkung entfaltet, wird es noch einmal richtig warm in vielen Regionen. Der Wind bringt nämlich zuerst subtropische Luft mit Temperaturen von mehr als 20 Grad im Süden und in der Mitte Deutschlands mit sich. An den Alpen ist lokal sogar noch ein Sommertag mit Temperaturen von 25 Grad möglich. Allerdings ist für die Tage auch Regen zu erwarten. Bereits am Mittwoch sorgte Tief “Ignatz” schon im Norden für Windstärke sieben.


Polizei und Nationalpark Harz warnten angesichts des Sturmes davor, Wälder in der Region zu betreten. Es bestehe Lebensgefahr durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume. Diese Warnung sei insbesondere auch an Wanderer und Freizeitsportler gerichtet, sagte der Polizeisprecher. Zurzeit sind in Niedersachsen und Bremen Herbstferien. An der Nordseeküste werden kleinere Sturmfluten erwartet.


Am Mittwoch wollten einige Wanderer der Sturmwarnung trotzen und machten sich in den Harz auf – darunter auch Familien mit Kinderwagen. Wegen des starken Windes mussten sie teilweise hinter Steinen in Deckung gehen, es kam zu dramatischen Szenen.

Tief “Ignatz”: So könnte der Sturm Deutschland treffen

Am Donnerstag dürften dann weite Teile Deutschlands von dem Orkantief betroffen sein. Laut DWD wird “Ignatz” ab der Nacht zu Donnerstag und am Donnerstag selbst für schwere Sturmböen sorgen, auch vereinzelte orkanartige Böen werden nicht ausgeschlossen.

Sturmtief „Ignatz“ werde voraussichtlich ab dem frühen Donnerstagmorgen Niedersachsen im Südwesten erreichen und dann weiter gen Osten ziehen. Verbreitet müsse mit Sturmböen der Stärke 8 und 9 gerechnet werden – auch im Binnenland. Vor allem an der Nordsee und westlich der Weser sind demnach einzelne Gewitter möglich, die Starkregen bringen können.

Auch über Berlin und Brandenburg soll am Donnerstag und Freitag der Sturm hinwegfegen. Bis zu 100 Kilometer pro Stunde könnten die Windgeschwindigkeiten nach den Angaben vom Mittwoch erreichen. Ausflüge in den Park sollten die Menschen in dieser Region wegen des Unwetters am Donnerstag besser nicht unternehmen. Der DWD warnte wegen “Ignatz” ausdrücklich vor der Gefahr herabstürzender Äste und empfahl, das Haus am besten nicht zu verlassen. Der Zoo und der Tierpark Berlin kündigten an, am Donnerstag nicht zu öffnen.

Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind den DWD-Angaben zufolge von Westen her wieder nach. Nur im Norden bleibt es bis in den Freitag hinein stürmisch. Dazu regnet es am Freitag in der Nordhälfte und am Alpenrand – ansonsten kommt häufig die Sonne heraus.

Das Sturmzentrum wird wohl erst einmal im Südwesten liegen, doch auch flache Regionen in Mitteldeutschland dürften vom Herbststurm betroffen sein. In Gipfellagen sind sogar schwere Sturmböen, auf dem Brocken im Harz und im Erzgebirge werden Orkanböen mit über 120 km/h Geschwindigkeit erwartet.

Diese Wind-Geschwindigkeiten erwarten Wetterexperten in den einzelnen Regionen:

  • Flachland: Regenschauer und Sturmböen von 70 bis 90 km/h
  • Bergland: Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 90 bis 110 km/h
  • Gipfellagen: Orkanböen zwischen 120 und 150 km/h

Zum Wochenende: Weniger Wind, dafür mehr Regen

Am Freitag wird sich Tief “Ignatz” wieder beruhigen. Doch das Wetter bleibt ungemütlich. Viele Wolken bedecken den Himmel und gebietsweise regnet es. An den Küsten kann es zu kräftigen Schauer kommen, teils mit Graupel, Blitz und Donner. Die Temperaturen sinken ebenfalls. Die Höchstwerte liegen nur noch bei 6 bis 13 Grad. Der milde Herbst verabschiedet sich mit “Ignatz” also vorerst. (lgr/bml/dpa)


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