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Corona: Maskenpflicht im Bundestag fällt ++ RKI meldet höhere Inzidenz

Im Bundestag fallen künftig einige Corona-Regeln weg. Karl Lauterbach warnt vor der neuen Omikron-Variante BA.2.12.1 Mehr im Newsblog.

  • Im Bundestag fallen Maskenpflicht und 3G-Regel weg
  • Das RKI meldet 186.325 Corona-Neuinfektionen – die Inzidenz steigt
  • Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich mit dem Coronavirus infiziert
  • Karl Lauterbach warnt vor der neuen Omikron-Variante BA.2.12.1
  • Markus Söder spricht sich für ein Oktoberfest in diesem Jahr aus

Berlin. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen professional 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 720,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 688,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1015,7 (Vormonat: 1714,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 186.325 Corona-Neuinfektionen.

Der zuletzt starke Rückgang der Corona-Zahlen könnte darin begründet sein, dass am Osterwochenende weniger getestet und gemeldet wurde. Für den Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sind die generell fallenden Zahlen aber auch ein Beweis, dass das Ende der Maßnahmen keine negativen Folgen gehabt habe. “Die Menschen sind in der überwiegenden Zahl in der Lage, eigenverantwortlich zu handeln.” Auch der Bundestag reduziert jetzt seine Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus: Maskenpflicht und 3G-Regel sollen entfallen.

Mehr dazu: Corona in Deutschland – Die aktuellen Zahlen des RKI im Überblick



Corona-Information von Donnerstag, 21. April: BGA-Präsident warnt vor Folgen des Containerschiff-Staus in Shanghai

22 Uhr: Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, hat angesichts des Staus von hunderten Frachtschiffen vor Shanghai vor ausbleibenden Lieferungen und weiter steigenden Transportkosten gewarnt, deren Folgen die Verbraucher zu spüren bekommen würden. “Von einer kurzfristigen Entspannung der Lage ist derzeit nicht auszugehen”, sagte Jandura unserer Redaktion. China kämpfe aktuell mit der schwersten Corona-Welle.

“Sollte Chinas Eindämmungsstrategie an ihre Grenzen stoßen, wird sich die Lage für uns Groß- und Außenhändler weiter verschärfen.” In diesem Fall würden sich Lieferungen verzögern oder ausbleiben und die Transportkosten weiter ansteigen. “Die Preissteigerung feuert die Inflation an und wird zudem natürlich auch entlang der Lieferkette weitergegeben – am Ende spürt das auch der Verbraucher”, sagte der BGA-Präsident.

RKI: Rückläufige Tendencies bei Corona – Weniger Exams vor Ostern

21 Uhr: Trotz rückläufiger Tendencies bei mehreren Corona-Indikatoren sieht das Robert Koch-Institut (RKI) nach wie vor einen hohen Infektionsdruck in der Bevölkerung. Vergangene Kalenderwoche seien mehr als 750 000 Covid-19-Fälle gemeldet worden, geht aus dem RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend hervor. Demnach ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenvergleich um knapp ein Viertel gesunken. Auch Kennzahlen zu Krankenhausaufnahmen und zu Ausbrüchen in Einrichtungen nähmen ab, hieß es.

Der Bericht zeigt auch, dass in mehr als 200 Laboren bundesweit zuletzt immer weniger PCR-Exams durchgeführt wurden, auf denen die offiziellen Statistiken beruhen: Nachdem die Anzahl im März teils sehr deutlich mehr als 2 Millionen professional Woche betragen hatte, waren es in der Woche vor Ostern nur noch rund 1,1 Millionen. Der deutliche Rückgang sei auch mitbedingt durch den Feiertag Karfreitag, schreibt das RKI. Laut Bericht fiel mehr als jeder zweite Check (rund 55 Prozent) positiv aus, das ist ungefähr so viel wie im März. Es werden vorrangig Menschen mit Symptomen getestet.

Partygate-Affäre: Premier Johnson muss vor Untersuchungsausschuss

18 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson muss sich wegen mutmaßlicher Lügen im Zusammenhang mit der Partygate-Affäre einer Untersuchung durch den zuständigen Ausschuss im Unterhaus stellen. Ein entsprechender Antrag der Labour-Opposition wurde am Donnerstag nach mehrstündiger Debatte von den Abgeordneten ohne Abstimmung durchgewunken.

Für Johnson ist das eine schmerzhafte Niederlage. Er hatte noch am Morgen die Hoffnung geäußert, seine Fraktion werde die Entscheidung vertagen. Doch dabei machten ihm offenbar die eigenen Abgeordneten einen Strich durch die Rechnung. Einige seiner Parteikollegen forderten sogar seinen Rücktritt.

Das hatte der Premier, der am Donnerstag zu Besuch in Indien conflict, jedoch umgehend zurückgewiesen. “Ich glaube nicht, dass es das Richtige ist”, sagte er in einem Interview mit dem Nachrichtensender Sky Information, in dem er jedoch deutliche Nervosität spüren ließ.

Lauterbach rechnet mit Entspannung der Corona-Lage im Sommer

17.34 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit einer Entspannung der Corona-Lage im Sommer, sieht aber weiter keinen Anlass zur Entwarnung. “Saisonal wird die Pandemie zurückgehen”, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag als zugeschalteter Redner bei der Konferenz “Ludwig-Erhard-Gipfel” in Gmund am Tegernsee. Man werde geringe Fallzahlen haben, aber keine State of affairs wie im vergangenen Jahr, dass der Sommer “fast coronafrei” sei. Dafür sei die aktuelle Omikron-Variante auch bei gutem Wetter zu ansteckend. Der Sommer müsse für Vorbereitungen für den Herbst genutzt werden. Lauterbach bekräftigte, dass die Zahl der Neuinfektionen derzeit unterschätzt werde. Tatsächlich gebe es wohl etwa zweimal so viele Fälle wie offiziell ausgewiesen werden.

Der Minister äußerte erneut die Erwartung, dass im Herbst mit neuen Infektionswellen zu rechnen sei. Neue Virusvarianten kämen zudem in immer knapperen Abständen. Er verwies auf eine in den USA kursierende Untervariante, die sich viel schneller ausbreite als die hierzulande vorherrschende Variante BA2. Man müsse auch mit Varianten rechnen, die so stark gegen Impfungen match seien wie Omikron, aber so tief in das Lungengewebe eingehen wie die Delta-Variante.

“Ich hoffe, dass das nicht kommt”, sagte Lauterbach. Er verteidigte es zugleich, solche “unbequemen Wahrheiten” auszusprechen, auch wenn dies auf Kritik stoße. “Ich werde dafür bezahlt, die Wahrheit so vorzutragen, dass sie weder übertrieben ist noch unrealistisch optimistisch.” Wenn er so etwas beschreibe, tue er dies auch, “damit wir uns gut vorbereiten können”. Neue Varianten könnten inzwischen sehr schnell erkannt und auf Mutationen hin ausgeleuchtet werden.

Lindner wegen Corona-Infektion in Washington in Quarantäne

15.31 Uhr: Finanzminister Christian Lindner bleibt wegen seiner Corona-Infektion in Washington vorerst in Quarantäne. Der Regierungsflieger fliegt am Donnerstag (Ortszeit) mit der Delegation, aber ohne den FDP-Chef nach Berlin zurück, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Lindners Umfeld erfuhr. Lindner conflict zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington gereist. Am zweiten Tag der Reise fiel Lindners Schnelltest nach einem Treffen der G7-Finanzminister positiv aus.

Bei Twitter schrieb der Minister: “Nach zwei Jahren ohne Covid19-Infektion, gestern einem negativen Ergebnis im Testzentrum und heute einem negativen Schnelltest: positiv.” Er fügte hinzu, “Dank dreier Impfungen” habe er “nur leichte und wieder abklingende Erkältungssymptome.”

Im Bundestag wird 3G-Nachweis und Maskenpflicht aufgehoben

13.44 Uhr: Angesichts der gesunkenen Corona-Infektionszahlen fallen auch im Bundestag die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus. Die Maskenpflicht und der 3G-Nachweis als Voraussetzung für die Teilnahme an Plenar- und Ausschusssitzungen werden zur nächsten Sitzungswoche abgeschafft. Das teilte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas den Abgeordneten am Donnerstag mit. “Angesichts der derzeitigen Entwicklung der pandemischen Lage habe ich mich nunmehr dazu entschlossen, die Allgemeinverfügung mit Ablauf des 24. April 2022 aufzuheben”, heißt es in dem Schreiben.

“Selbstverständlich bleibt es jeder und jedem unbenommen, dennoch weiterhin eine Maske zu tragen. Insbesondere dort, wo es nicht möglich ist, Abstand zu halten, erscheint dies auch weiterhin empfehlenswert”, schrieb die SPD-Politikerin weiter. Die Abgeordneten könnten Masken und Selbsttests weiter selbst bestellen und über ihr Sachleistungskonto abrechnen. Bis zum 20. Mai 2022 bestehe zudem die Möglichkeit, sich an den von der Bundestagsverwaltung vorgehaltenen Teststrecken testen zu lassen.

Umfrage: Corona-Pattern zum kontaktlosen Bezahlen hält an

12.45 Uhr: Der durch die Corona-Pandemie verstärkte Pattern zum kontaktlosen Bezahlen an der Ladenkasse hält an: Von Januar bis März zahlten 93 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal mit Karte, Smartphone oder Smartwatch, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergab. Vor einem Jahr lag der Anteil demnach bei 85 Prozent, Ende 2020 bei 79 Prozent. Zwei Drittel der Menschen stört es mittlerweile sogar, wenn sie im Geschäft nicht bargeldlos zahlen können.

Jede und jeder Zweite (49 Prozent) griff im ersten Quartal dieses Jahres an der Kasse zu Smartphone oder Smartwatch, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage ergab. Vor einem Jahr lag dieser Anteil bei 38 Prozent. Bitkom-Experte Kevin Hackl erklärte, Smartwatch und Smartphone seien “ideale Begleiter beim Einkauf. Die meisten Menschen gehen ohnehin nur selten ohne diese Geräte aus dem Haus und dank biometrischer Schutzmechanismen wie Fingerabdruck sind sie beim Bezahlen besonders sicher.”

Markus Söder spricht sich für Oktoberfest 2022 aus

10.02 Uhr: Anders als in den vergangenen Pandemie-Jahren rechnet sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gute Chancen für das Oktoberfest 2022 aus. Nach seiner Überzeugung müsse das Oktoberfest “zumindest nach rechtlichen Gesichtspunkten” stattfinden, sagte der CSU-Chef am Donnerstag zum Auftakt des Ludwig-Erhard-Gipfels in Gmund am Tegernsee.

Kommende Woche will die Stadt München entscheiden, ob das Oktoberfest nach zweijähriger Corona-Zwangspause dieses Jahr stattfinden kann. Ein genauer Termin für die Entscheidung stehe aber noch nicht fest, sagte eine Sprecherin von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Xi fordert “mühsame Anstrengungen” im Kampf gegen Corona-Pandemie ein

7.54 Uhr: Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in China hat Präsident Xi Jinping die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufgerufen. “Es wird mühsame Anstrengungen erfordern, damit die Menschheit die Corona-Pandemie vollständig besiegen kann”, sagte der Staats- und Parteichef am Donnerstag in einer Rede anlässlich des asiatischen Wirtschaftsforums Bo’ao in Südchina.

Studie: Myokarditis nach Covid-Impfung trifft eher junge Männer

5.36 Uhr: Das Risiko für eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach der Corona-Impfung ist laut einer großen Studie aus vier nordeuropäischen Ländern gering. Das höchste Risiko hätten im Vergleich aller Gruppen Jugendliche und Männer zwischen 16 und 24 Jahren nach der zweiten Impfung, schreiben die Forscher im Fachblatt “Jama Cardiology”. Sie bezeichnen Herzmuskelentzündungen jedoch als selten in der Studienkohorte und auch unter jungen Männern. Das Autorenteam um Rickard Ljung vom Karolinska Institut in Stockholm hatte Daten von 23 Millionen Menschen analysiert.

Das Risiko hängt auch von dem verwendeten Impfstoff ab: Unter jungen Männern, die zwei Dosen des gleichen Präparats erhielten, gab es bei Moderna 9 bis 28 zusätzliche Fällen professional 100 000 Geimpften binnen 28 Tagen nach der zweiten Dosis. Beim Biontech/Pfizer-Impfstoff seien es 4 bis 7 Fälle mehr gewesen als ohnehin auch ohne Impfung zu erwarten sei. Als Fall definiert wurden für die Studie stationäre Krankenhausaufnahmen mit entsprechender Haupt- oder Nebendiagnose bei Entlassung.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Menschen unter 30 wegen des geringeren Risikos für Herzentzündungen bereits seit einiger Zeit Biontech statt Moderna.

Finanzminister Lindner in Washington positiv auf Corona getestet

4.35 Uhr: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein Coronatake a look at fiel am Mittwochabend (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington positiv aus, wie eine Ministeriumsvertreterin sagte. “Dem Minister geht es soweit gut. Er hat nur leichte Symptome.” Lindner hielt sich anlässlich der Frühjahrestagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington auf. Demnach waren Exams vor dem Abflug und auch im Laufe des Mittwochs noch negativ ausgefallen.

Lindner nahm am Mittwoch an einem Treffen der Finanzminister und Zentralbankchefs der G20-Staaten teil. Bei dem Termin kam es zu einer Boykott-Aktion aus Protest gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine: Als der russische Vertreter das Wort ergriff, verließen US-Finanzministerin Janet Yellen und mehrere ihrer Kollegen etwa aus Kanada und Großbritannien den Sitzungssaal. Lindner blieb hingegen im Saal.

Corona-Information von Mittwoch, 20. April – Studie: Myokarditis nach Covid-Impfung trifft eher junge Männer

19.50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich besorgt über die Ausbreitung einer neuen Subvariante in den USA gezeigt. “Niemand hört das gerne, aber es ist so: Das Coronavirus bleibt unberechenbar”, schrieb Lauterbach auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Laut Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC ist BA.2.12.1 bereits die Ursache für jede fünfte Corona-Infektion in den Vereinigten Staaten – Tendenz steigend. Die CDC schätzt, dass die Subvariante noch einmal 23 bis 27 Prozent ansteckender sein könnte, als die ohnehin schon ansteckendere Omikron-Variante BA.2. D. Laut CDC deuten bisherige Berichte jedoch nicht daraufhin, dass BA.2.12.1 einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen.

Schwedischer Epidemiologe Tegnell wechselt doch nicht zur WHO

17.53 Uhr: Anders als ursprünglich gedacht wechselt Schwedens worldwide bekannt gewordener Ex-Staatsepidemiologe Anders Tegnell doch nicht zur Weltgesundheitsorganisation (WHO). Man habe den 66-Jährigen zwar Anfang März ausgewählt, sich als Experte an einem internationalen, mit der WHO zusammenhängenden Auftrag zu beteiligen, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Mittwoch mit. Für den besagten Auftrag habe man jedoch leider keine Einigung erzielen können. Tegnell werde nun stattdessen internationale Angelegenheiten bei der Gesundheitsbehörde bearbeiten.

Der promovierte Infektionsarzt conflict lange Zeit das öffentliche Gesicht des schwedischen Sonderwegs im Kampf gegen das Coronavirus gewesen. Schweden hatte dabei im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Europas auf deutlich lockerere Maßnahmen und stärker auf Appelle an die Vernunft der Bürger gesetzt. Lockdowns gab es in dem skandinavischen EU-Land nie.

Belgische Königin Mathilde positiv auf Coronavirus getestet

16.17 Uhr: Die belgische Königin Mathilde ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher werde die Königin ihre öffentlichen Termine diese Woche absagen, teilte der Königspalast am Mittwoch mit. Die Königin fühle sich aber intestine und halte sich an die Empfehlungen ihres Arztes.

Corona-Pandemie hat laut Verfassungsschutz Antisemitismus verstärkt

15.25 Uhr: In der Corona-Pandemie hat sich der Antisemitismus in Deutschland verstärkt. “Teils jahrhundertealte antisemitische Verschwörungsvorstellungen erfahren durch die Pandemie einen neuerlichen Verbreitungsschub, der bis in die Mitte der Gesellschaft reicht”, heißt es in einem Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz, der am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Verschwörungstheoretisches Denken sei während der Pandemie unter anderem über soziale Medien kontinuierlich verbreitet worden.

Jene Verbreitung antisemitischen Denkens sei unter anderem durch Lockdowns und Kontaktbeschränkungen forciert worden, heißt es in dem “Lagebild Antisemitismus 2020/2021”. Die Pandemie werde dabei in erster Linie in “bereits bestehende antisemitische Verschwörungstheorien eingebettet”.

41 Verfahren gegen Covid-Impfpflicht beim Verfassungsgericht anhängig

15.13 Uhr: Beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sind 41 Verfahren zu Verfassungsbeschwerden gegen die Corona-Impfpflicht für das Private in der Pflege und in Krankenhäusern anhängig. Insgesamt seien inzwischen 210 Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe eingegangen, teilte der Sprecher des Gerichts dem Evangelischen Pressedienst am Mittwoch auf Anfrage mit. In 169 Fällen sei die Verfassungsbeschwerde aber nicht zur Entscheidung angenommen worden.

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt seit Mitte März. Seitdem müssen Beschäftigte ihrem Arbeitgeber eine Corona-Impfung oder -Genesung oder eine Kontra-Indikation nachweisen. Die kommunalen Gesundheitsämter können gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sozial- und Gesundheitsbranche ohne diesen Nachweis ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Nach dem Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für Ältere vor knapp zwei Wochen im Bundestag hatten mehrere Verbände im Gesundheitswesen die Impfpflicht für das Private infrage gestellt, darunter die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Caritas.

Corona-Maßnahmen haben nach Expertenmeinung nur begrenzten Einfluss

13.44 Uhr: Die zum größten Teil ausgelaufenen Corona-Maßnahmen hatten nach Überzeugung der Virologen Klaus Stöhr und Hendrik Streeck zuletzt nur noch nur begrenzten Einfluss auf das Pandemiegeschehen. Den größten Effekt auf “die Verbreitung des Virus hat die Saisonalität“, sagte Streeck der “Bild”-Zeitung. “Das sind unter anderem wärmere Temperaturen, mehr UV-Strahlung und das Verhalten der Menschen, die es zu Beginn des Frühlings nach draußen zieht. Das sehen wir derzeit.”

Stöhr sagte der Zeitung: “Die Wirkung von Corona-Maßnahmen wird drastisch überschätzt.” Das Infektionsgeschehen gehe derzeit deutschlandweit stark zurück, “weil sich viele Menschen infiziert und so eine natürliche Immunität bekommen haben. Das Virus findet schlicht seltener empfängliche Wirte”.

Hier startet ein neuer Corona-Weblog. Alle vorherigen Corona-Information finden Sie in diesem Newsticker.

(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.


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