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Corona: Kirchhellens Kulturzentrum bangt um seine Termine

Kirchhellen. 
Zweimal „Kabarett im Hof“ mit verschärften Regeln und reduzierter Platz-Zahl. Benjamin Eisenberg bangt um seine nächsten Termine.

Ein Tag vor der offiziellen Einführung hatte am Dienstag die 2-G-Regel Premiere in Kirchhellen. Beide „Kabarett im Hof“-Abende wurden nach den neuen Regeln durchgeführt. Gastgeber Benjamin Eisenberg blickt düster in die Zukunft.

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„Schön, dass wir noch auftreten dürfen“, sagt Eisenberg. Er hofft, das möge so bleiben, hat aber angesichts der Corona-Entwicklung ernste Befürchtungen. „Ich bange darum, dass unsere nächsten Veranstaltungen stattfinden.“ Und selbst wenn, scheint das Publikum nach einem kurzen Zwischenhoch der Besucherzahlen zunehmend den Weg in die Theatersäle zu scheuen. „Im September lief der Kartenverkauf schleppend, im Oktober war er gut, und im November ist er eingebrochen.“

Aussagen des RKI-Chefs: „Das macht mich wütend“

Dafür macht Eisenberg auch den Chef des Robert-Koch-Institutes verantwortlich. „Jeden Abend höre ich seine Aufforderung, Veranstaltungen abzusagen. Dabei macht Lothar Wieler keinen Unterschied zwischen einer extrem gut organisierten Veranstaltung wie hier auf dem Hof Jünger und einem vollen Fußballstadion. Das macht mich wütend.“


In der Tat, die Besucher von „Kabarett im Hof“ konnten sich sicher fühlen. Einbahnstraßen führten in den Theatersaal, zu den Toiletten und zum Getränkeausschank im Foyer. Getränkeausschank? Ja, den gibt es wieder, das Servieren am Platz ist vorerst Vergangenheit.


Das gilt auch für die nummerierten Karten mit Sitzplatzbindung. „Im Augenblick haben wir wieder freie Platzwahl“, sagt Hermann Reinbold, Chef des Bürgervereins Hof Jünger und Programmplaner für das Kulturzentrum. „Gemeinsam mit Benjamin Eisenberg haben wir entschieden, bei 70 verkauften Karten Schluss zu machen, um die Stühle mit noch mehr Abstand stellen zu können.“ Technisch gesehen haben Eisenberg und seine Kollegen also am Mittwoch vor ausverkauftem Haus gespielt.

Hier gilt die Maskenpflicht

Damit es im Foyer und im Treppenhaus nicht zu voll wird, sagt Reinbold, „lassen wir die Leute eine Viertelstunde vor Programmbeginn rein in den Saal. Dann können sie sich ganz entspannt ihre Plätze suchen.“ Maskenpflicht gilt am Eingang und im Foyer sowie im Treppenhaus und im Saal bis zum Platz. Aber auch diesmal hat Reinbold bei seiner Begrüßung jeden Besucher gebeten, die Maske auch am Platz aufzubehalten, wenn er das aushält.

In seiner Begrüßung hat Reinbold sich außerdem bedankt. Die Finanzierung der Kabarett-Abende wären angesichts der Platzbeschränkungen nicht auskömmlich gewesen ohne die Unterstützung der Vereinten Volksbank und der Egon-Bremer-Stiftung, die beide Einrichtungen schon im vergangenen Jahr zugesagt haben.


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